Ein Tal mit mutigen Pionieren und glücklichen Fügungen

20. Februar 2015

Als Franz von Assisi im Jahr 1222 gerade dabei ist den Franziskanerorden zu gründen und dessen Ordensregeln zu verbreiten, hört man auch im heuten Glemmtal bereits Werkzeuge auf Stein schlagen, Kinder streiten und eingezäunte Tiere muhen und mähen. Links und rechts neben dem „Salpach“, der sich langsam durch das Tal schlängelt, werden Familien  sesshaft und gründen Existenzen. Die schroffen Bedingungen im kargen Gebiet werfen wenig Nahrung ab und so führen Bewohner des abgelegenen Seitentals ein Leben voller harter Arbeit und eisernem Fleiß.

1489 wird der Gemeinde endlich das lang ersehnte Marktrecht von Erzbischof Johannes III Beckenschlager zuerkannt. Die Bauern müssen den 20km langen Fußmarsch nach Saalfelden oder Zell am See nun nicht mehr auf sich nehmen um mit Waren und Erzeugnissen zu handeln.

Die Winter sind trotzdem hart, die Vorräte wenig, die Sommermonate rar und die Felder steil. Niederschläge und Unwetter zerstören in manchen Jahren in nur wenigen Stunden die gesamte Ernte und es muss  zugeschaut werden, wie Kinder, alte Menschen, Bauern, Mägde und Knechte krank werden und sterben. Eine unbeschreibliche Armut herrscht im Tal und der einzige Weg, in dieser schwierigen Zeit nicht den Mut zu verlieren, ist der ungebrochene Glaube an Gott.

Das Bild des Tals hat sich 10 Generationen, knappe 410 Jahre später, 1898 immer noch nicht geändert. Und doch passiert in diesem Jahr etwas ganz besonders und Josef Wallner, der ehemalige Knecht vom Reiterbauern, verändert die Zukunft von Saalbach Hinterglemm schlagartig.

Der ursprüngliche Glemmtaler war als gräflicher Revierjäger nach Mürzzuschlag ausgewandert und sucht Jahre später den Weg zurück in die Heimat. Im Gepäck hat er ein paar Skier und eine Schar Kinder. Die Gemeinde kann die Familie Wallner aufgrund der herrschenden Armut und der dahergehenden Lebensmittelknappheit im Tal nicht wieder aufnehmen- und so verlässt Josef Wallner seine Heimat endgültig. Zurückgelassen hat er nur ein Paar „Sky“.

DAS PAAR SKI, das alles verändern sollte.

Die Skier sind nun in Besitz von Familie Bachmann - Thurnerbauer. Und wie es der Zufall so will, wandert es von dort aus zum Oberlehrer Peter Höll, den das Buch „Auf Schneeschuhen nach Grönland“ schon immer fasziniert hat und der begeistert ist von der fremdartigen Fortbewegungsmitteln.

Das Modell wird nachgebaut und wenig später huschen die Saalbach Hinterglemmer Schüler unter Höll den „Neuhausroa“ hinunter und sind begeistert – eine Generation wird durch die Liebe zum Skisport geprägt!

Was dann folgt, gleicht einem Märchen. Durch unendlichen Zusammenhalt, harte Arbeit, gelebte Bescheidenheit, großen Optimismus und vor allem mutigen Pionieren werden trotz der immer noch bitteren Armut „Fremde“ beherbergt, Lifte gebaut, Werbung betrieben und eine Heimat geschaffen, die vielen Menschen das Überleben sichert.

Mehr noch, Saalbach Hinterglemm wird zu einem international anerkannten Skiort mit jährlich 1,5 Millionen Übernachtungen begeisterter Gäste.

Saalbach Hinterglemm verbindet tief verwurzelte Tradition mit angenehmer Moderne, ehrliche Gastfreundschaft mit professionellem Service und Gäste mit dem perfekten Urlaub! Wir sind stolz, das Erbe unserer tatkräftigen Vorfahren weiterführen zu dürfen!


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